Was hab ich mich auf dieses Wochenende bei Anne Höss in ihrem Scrap Booking Shop gefreut - so mittendrin zwischen zwei "CAR's" war es einfach eine tolle Möglichkeit ein ganzes Wochenende fernab von Alltagsstress und Hausfrauenpflichten im wunderschönen Schwarzwald zu verbringen - lieb gewordene Menschen wieder zu sehen, Neue kennen zu lernen und Anne, die mir von der ersten Minute ans Herz gewachsen war und die mir via Internet schon so sympathisch war endlich life und in Natura zu sehen. Und das sei schon mal vorweg genommen - dieses Mädel ist der Hammer und in echt noch viel sympathischer als schon überhaupt und so!
Aber der Reihe nach: Um 10.15 Uhr am Freitag schmiss ich meinen Bleistift hin - ließ Arbeit Arbeit sein - fuhr zum Tanken und den bestellten Blumenstrauß abholen - nach Hause um die Scraptasche zu packen - was mir jedes Mal wieder die Schweißperlen auf die Stirn treibt - schmiss letztendlich einfach alles in die Tasche wo ich dachte "kannste gebrauchen", zusätzlich eine Tasche mit 2/3 der in meinem Besitz befindlichen Stanzer - nutzen ja schließlich nicht ab ;-) (Insiderwitz!!!) und ein Sortiment von Reisepapieren für das von Anne angebotene Minibook sowie - man weiß ja nie - ca. 200 sonstigen Papierchen für ein paar LO's??? Frau will ja vorbereitet sein. Zusammen mit Übernachtungsgepäck, Essenstasche und dem anderen Gerödel passte ich so gerade eben noch ins Auto und ab dafür bei herrlichstem Wetter...
A 45, A5, A6, A8 - ach was weiß denn ich - runde 420 km lagen vor mir! Die Sonne knallte vom Himmel - die Natur glühte in den schönsten Farben
und ich fuhr von Baustelle zu Baustelle - von Stau zu Stau...
Nach 250 km knurrte der Magen und ich musste mal dringend wo hin... die Beine vertreten und dann mich von der Optik leiten lassen und dies hier gegessen (siehe Hunger!) Kurz - es war die schlechteste Currywurst meines Lebens:
Lauwarm - mit dicker von Currypulver ertränkter geschmacksneutraler Sauce und wabbeligen Pommes hab ich meiner Figur einen Gefallen getan und bis auf einige Pommes nur die Koffeinbrause getrunken.
Immer wenn ich mich wieder einer größeren Stadt näherte - war er vorprogrammiert - der Stau! Dank des hämischen Kerls in meinem Navi - der sich diebisch freute - mir das schon immer mitteilen zu müssen - wusste ich das immer frühzeitig. Überhaupt Navis und ich - wir werden nie die besten Freunde! Als ich nach Karlsruhe und dem x-ten Endlosstau die Schnauze gestrichen voll hatte - fuhr ich rund 20 km vor Ende meiner Autobahnstrecke bei Karlsbad ab und wählte "Alternativroute"! Nun kam sie - die große Stunde meines Herrn Navigator - so nach dem Motto - ach gucke - Frau am Steuer - wo will se wohl hin??? Statt Bei Mann am Herd gurkt die in der Weltgeschichte rum - na der werden wir doch mal zeigen wo es lang geht!
Im wahrsten Sinne des Wortes - führte mich die Strecke am Anfang noch über gut ausgebaute Straßen, durch schöne Orte und die schwarzwälder Natur - die so gar nicht schwarz war sondern bunt in allen Farben strahlte - auf einmal über Serpentinen wie im Gebirge - rauf und runter - vorbei ein plätschernden Flüsschen - wo ich mir dringends Barbaras Geheimwaffe herbei wünschte
und dann noch über einen sogenannten Wirtschaftsweg - grmpfffffffffff - ich dachte ich komme da nie wieder raus - aber dafür dann dies:
Sieht doch aus wie im Film "Die Brücke am Fluss" - Oder???
Und endlich - endlich - dann das:
Ich war kaputt und geschafft - und alles war vergessen als mir ein ca 1,65 großer Wirbelwind um den Hals fiel und ein übers andere Mal rief - "Ich freue mich so, ich freue mich so!"
Die Freude liebe Anne war auf meiner Seite und ich war geplättet von so viel entgegen gebrachter Sympathie - lernte Peter kennen - den wunderbaren Ehemann von Anne und 4/5 der bereits angereisten Schweizer Mädels. Wir waren im übrigen eine sehr internationale Gruppe: Vom nahen Umkreis (Baden Württemberg) bis hin nach Sachsen, Bayern, Hessen, der Schweiz (die es näher hatten als ich!) und der einsamen Vertreterin des Ruhrgebietes war alles vertreten. Sollte ich ein Bundesland vergessen haben - bitte dringend melden ;-)
Kurz schon mal meine Essensgaben abgeliefert, dem Aufbau des Cropimperiums in Annes genialem Fotostudio beigewohnt - schleppende Männer und helfende Schweizer beobachtet und zusammen mit den schweizer Mädels schon mal vorsorglich einen 8er Tisch in Beschlag genommen.
Zum Abendessen trafen wir uns idealer Weise in meinem Hotelgasthof - so dass ich schon mal los konnte um mein Zimmer zu beziehen. Und ich war angenehm überrascht: Sehr schön eingerichtet - blitzblank und ein tolles neues Bad - besser gings schon nicht mehr!
Genüsslich einen Rotwein bestellt - fahren musste ich ja nicht mehr und dann einen lustigen Abend mit Anne und den Schweizer Mädeln verbracht. Da erfährt man ja eine Menge und die Themen gehen von Kindern über Haustierhaltung - ich sach nur "Esel" über die Tatsache, dass die winzig kleine Anne mit Jeans in Größe 158 !!! früher sehr sehr erfolgreich Motorradrennen der 500er Klasse gefahren ist -
mein Gesichtsausdruck war garantiert nicht der intelligenteste in diesem Moment.
Beseelt vom Rotwein und den leckeren überbackenen Maultaschen
habe ich wunderbar geschlafen und machte mich nach einem am Tisch servierten reichhaltigen Frühstück (schöööööön) auf zum Ort des Geschehens - versehen mit den guten Wünschen meiner Wirtin, die mir viel Spaß auf der Hochzeit wünschte!!!
Nach einer Fahrt durch die herrliche bunte Natur wurde ich begrüßt von diesem schönen Ortsschild
und dem Blick auf die Burg von Bad Liebenzell
noch etwas zu früh wanderte ich zum Bäcker - kaufte jede Menge Brot für meinen Kürbisdip - und dann war es endlich so weit:
Immer mehr Mädels trudelten ein - und wenn ich dachte - ich hätte viel mitgeschleppt - dann wurde ich schnell eines besseren belehrt:
Ist das nicht der Hammer? Und unter dem Tisch stand noch eine große Kiste - Ahuefa hats drauf - weckt das nicht sämtliche Bedürfnisse?
Endlich war auch Andrea da - meine mir seit längerer Zeit bekannte Scrapfreundin und auch etwas später die Frau Landshut - oder auch Tanja genannt ;-) die es sich nicht nehmen ließen erst einmal ausgiebig zu shoppen:
und noch mal von vorn:
und wunschgemäß noch einmal die Schokoladenseite:
Anne lernte ich an diesem Tag als Frau mit vielen Gesichtern - sprich Talenten kennen: Zum Einen ist sie die beste Fotografin (Anne ist ausgebildete Fotografenmeisterin), die ich bis jetzt erleben durfte - die ausgestellten Fotos sprachen für sich und die vielen Werbeaufträge ebenfalls - wen wunderts dass ich Naschkatze auf diese Aufnahmen inkl. Deko so abgefahren bin?
- auf der anderen Seite ist sie für mich die ungekrönte Königin der Minibooks. Ich habe noch nie solche Vielfalt außergewöhnlicher Bindetechniken - und Aufbauten gesehen wie bei Anne.
Das war mehr als nur genial und ein solches Minibook hatte Anne uns auch als WS vorbereitet. Das schöne daran war, dass im Package nur den Einband (der aus Holz bestand) und das Buchbinderleinen zzgl. der Anleitung enthalten war -
wir konnten uns nach Herzenslust mit den Papieren unserer Wahl aus unseren Beständen oder auch aus Annes kleinem aber feinen Scrapbooklädchen vergnügen.
Zusätzlich hatte Anne einen zweiten WS im Angebot - Eine bescrappte Memotafel! Ich hatte schon befürchtet - lagenweise Magnetfarbe auf die Leinwand schmieren zu müssen - aber nein - unter dem Leinen befand sich eine Metalltafel, die das überflüssig machte.
Hiermit startete ich und das Ergebnis - wie auch das Minibook seht ihr in einem gesonderten Beitrag -
Um mir die Beine zu vertreten - machte ich im herrlichen Sonnenschein einen Gang durch den Ort und kaufte für zu Hause etwas Deko, leckere Tees und kleine leckere Sauereien ;-) wie z.B. Orangen-Feigen Senf .... und alles war zu probieren - ich hätte stundenlang kleine Löffel ablecken können und auch die Teesorten waren zu probieren.
Gegessen haben wir vom gigantischen Buffet - wobei ich mir den Teller nahm und im T-Shirt auf der Bank vor Laden gesessen habe und das herrliche Wetter genossen habe. Andere widerum haben die gigantische Holztreppe von Anne zum essen benutzt:
Auch die wunderbare Dachterrasse musste von uns begutachtet werden:
und auch der königliche Abgang über die tolle Treppe ist nicht zu verachten:
Nach Fertigstellung meiner Memotafel, die ich unserem demnächst in hellblau zu streichendem Flur (GöGa weiß noch nichts von seinem Glück) angepasst hatte - nahm ich das Minibook in Angriff. Wir konnten so arbeiten wie wir wollten - was auf Grund der leicht verständlichen Anleitung überhaupt kein Problem war) und wenn Fragen auftauchten - war Anne stets zur Stelle. Und oh Wunder - als ich um 22.15 Uhr die Flügel streckte und nach 13 Stunden Kreativität
erledigt im sehr sehr bequemen Stuhl hing - war mein Album fertig: die Coverteile waren mit Buchbinderleinen zusammengefügt, mit Papier bezogen (wobei ich Tüffel das schöne Holz kpl. verkleidet habe!!!) und zig Seiten in einer speziellen Bindetechnik eingefügt. Das Cover war verziert und sogar die Ränder der einzelnen Seiten waren entsprechend mit Ausstanzungen und/oder Band und/oder Spitze verziert - und wartete nur noch auf die Bestückung mit Fotos - das ließ mich für Sonntag hoffen - einen Tag hatte ich ja noch.
Mit Tanja und Andrea im Schlepptau gings dann wieder hoch nach Monakam in unseren Übernachtungs Gasthof. Fast komatös fiel ich ins bett um wenig später von einem fröhlichen Benjamin Blümchen wieder geweckt zu werden der mir mit trörööööööööööö mitteilte, dass Anne mir noch eine gute Nacht wünschte....
Fortsetzung folgt......
Wir lesen uns -
Eure Conny